72. Todestag - Wer hat ADOLF beweint?


In Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern wird der Tag des Kindes gefeiert, während sich die Hexen in Europa auf die Walpurgisnacht vorbereiten. Am 30. April jährt sich auch der Tag, an dem sich Adolf Hitler das Leben nahm und damit das Ende des Zweiten Weltkrieges ermöglichte.

Aus der Tiefenpsychologie und Tanatologie ist bekannt, dass jeder Abschied Prozesse mit sich bringt. In einer Welt ohne Urteil und mit achtsamer Bewusstwerdung auf allen Ebenen stellt sich auch die Frage, wie die Trauerfälle verarbeitet werden, die aus ethischen und historischen Gesichtspunkten selten viel Licht in sich tragen. Auch stressgefüllte, unangenehme und von Angst bestimmte Lebensphasen (eines Individuums, einer Gruppe, einer ganzen Nation oder gar der ganzen Menschheit) benötigen zum heilsamen Abschluss integrierende Sichtweisen inklusive Dankbarkeit.

In einer meiner Begegnungen mit den Vibrationen von Adolf Hitler fühlte ich mich seiner Mutter Klara sehr nah. Da kam die Frage nach ihrer Sicht auf den Tod des Sohnes. Es ist zu bemerken, dass sie wohl ein sehr inniges Verhältnis zu Adolf hatte. Er war eines der zwei (von sechs) Kindern, die bis ins Erwachsenenalter gelebt haben (drei Jungen und ein Mädchen sind jeweils im Kleinkindalter gestorben). Klara selbst hat bereits 1907 das zeitliche gesegnet - damals war Adolf gerade erst 18 Jahre alt. Sie hat also weder den ersten noch den zweiten Weltkrieg miterlebt.

Wenn wir uns nun einen Moment in das liebende Mutterherz einfühlen und (für einen Moment) den lichtvollen Seelen-Kern ihres Sohnes in unser Bewusstsein treten lassen, dann wird bei offenem Herzen schnell klar, dass auch jeder Diktator dieser Welt beweint sein will - und zum Heil Aller sollte. In der systemischen Familientherapie gibt es immer wieder klare Hinweise darauf, dass ungeklärte Beziehungen oder "un-ruhige" Gefühle Verstorbenen Menschen gegenüber dazu führen, dass

- zum Einen die Menschen im Heute tendenziell in der Vergangenheit leben und

- zum Anderen auch der Geist (die Erinnerung an das vergangene Leben) keinen Abschluss findet.

Aussöhnung und Vergebung sind die Heilmittel, die tatsächlichen Frieden mit dem was war und mit uns selbst bringen. Dabei geht es keinesfalls um Gutheißen der Aktionen und Projekte, sondern "lediglich" um das Loslösen von Groll, Urteil, Angst und Schuld. Wer sich im Urvertrauen auf die kosmischen Gesetze auf die Meta-Ebene des Beobachters begeben kann, spürt wie ein bis dato verschwundener Teil der eigenen Kraft wieder zur Verfügung steht. Dieser Schwung an frischer Energie steht für wahre Lebendigkeit und sinn-erfüllte Projekte zur Verfügung. Damit ist endlich die Chance auf echtes Leben und Investition in friedvolle Zukunftsvisionen möglichen.

Letztendlich ist unser HIER & JETZT die Gradwanderung oder der Spiegel der Zeit. Was war wird & was wird war schon mal. Wenn wir die Vergangenheit differenziert betrachten können, dann hat auch die Zukunft ihre Chance auf Wunder und nachhaltig erfolgreiches Wirken auf dem WEG DER FREIHEIT. Alles Schöne, was wir uns erträumen, hat seine Wurzeln in der Zeit vor der Angst. Wir können sowohl die Zukunft rosig malen als auch die Vergangenheit mit Licht erfüllen und als gegeben annehmen. Beide Aspekte potenzieren die Möglichkeiten auf ein erleuchtetes Leben in der Gegenwart.

Also steht unter anderem der Frühjahrsputz in der Wahrnehmung der Vergangenheit auf der Tagesordnung. Trauer und die dazugehörigen Prozesse, die sich in unserer Psyche abspielen, sind dazu wundervolle "Putz-Werkzeuge".

- NEGATION / LEUGNEN / SCHOCK

- AGGRESSION / INTENSIVE EMOTIONEN

- DEPRESSION / REGRESSION / TRAURIGKEIT

- AKZEPTANZ / ADAPTATION / NEUANFANG

Einige Modelle zum Thema TRAUER sprechen von verschiedenen Phasen. In holiversaler Sicht und mit der zeit- und raumlosen Betrachtung ist lediglich wichtig, dass verschiedene Werkzeuge zur Verarbeitung dienen. Ähnlich wie bei einer Küchenmaschine, die schneiden, mischen, mahlen und erwärmen kann, sind je nach individuellem Rezept verschiedene Aspekte und Reihenfolgen angesagt. Wichtig ist, dass es auch immer wieder "Rückschläge" geben kann - letztendlich hilft die Meta-Ebene, auf der klar wird, dass es bei jedem Trauerfall darum geht, gewisse Emotionen zu durchleben und zu integrieren.

Im Fall der deutschen Geschichte und der Aufarbeitung der Geschehnisse im Dritten Reich ist meine Erfahrung geprägt von unterschiedlichen Wahrnehmungstiefen. Es gibt einige Bereiche und viele Deutsche, die meinen, Akzeptanz und Neuanfang sind bereits möglich. Ich entdecke immer wieder Aspekte der deutschen Kultur und unserer aktuellen Lebensumstände, die eindeutig noch von den Folgen des Krieges beeinflusst sind. Die modellhafte Betrachtung des kollektiven Unterbewusstseins kann einen Einstieg in diese Sicht bieten.

Wenn wir davon ausgehen, dass bis zu 99% unseres Potentials noch auf Entfaltung wartet und das Unbewusste aber unser Umfeld durch das Gesetz der Anziehung maßgeblich beeinflusst, dann besteht die Möglichkeit, dass einige im Starren festgefahrene Themen der Gesellschaft in der Vergangenheit festhängen. Beispiele sind die Schulgebäudeanwesenheitspflicht (Verstoß gegen das Grundrecht auf freie Persönlichkeitsentfaltung) und die Umstellung des Kammerton A auf 440 Hz (Unterbindung der heilsamen Frequenz von Musik für den menschlichen Körper).

Solche und andere Themen können erst tatsächlich unabhängig vom Ursprung in der Zeit der Diktatur angeschaut werden, wenn alle Kriegsbeteiligten ihren Frieden gefunden haben. Damit meine ich sowohl alle Opfer (aller Nationalitäten und Rangordnungen) als auch alle Täter (die mittlerweile auch den Übergang aus der menschlichen Dimension erfahren haben). Sowohl Deutsche, Italiener und Japaner als auch Amerikaner, Franzosen, Engländer und Russen haben Soldaten auf den Schlachtfeldern aus den eigenen Reihen sterben gesehen. Die Deutschen haben in den Konzentrationslagern sowohl die ethisch schlimmsten Gewaltverbrechen begangen, als dass sie in Kriegsgefangenschaft größte Qualen erleiden mussten.

Es ist menschlich fast unmöglich, das Gefühl von Gerechtigkeit oder Sinnhaftigkeit von diesen dunklen Zeiten zu integrieren. Der Verstand kann die Tragweite und das Leid keinesfalls erfassen geschweige denn begreifen. Der Instinkt mit seinen archetypischen Prägungen droht immer wieder zum Wiederholungstäter zu werden, sobald alte Wunden angetippt oder ähnlich gelagerte Probleme auf der Tagesordnung sind. Nur das HERZ und die voll-ständige Offenheit sind der Schlüssel zum Frieden. Dabei hilft das Trauern bei der Heilung des Trauma.

Auch das Beweinen der Toten gehört zum Trauerprozess. In Bezug auf den Zweiten Weltkrieg sind die Tränen millionenfach herausgefordert gewesen. Manchmal sind sie heute noch notwendig. Ich habe schon oft aus tiefstem Mitgefühl geweint und meinen Beitrag geleistet, damit die Lebensimpulse wieder im Fluss sein dürfen. Jede Träne und auch jeder Regentropfen füllen das Reservoir und ermöglichen bildlich gesprochen, dass der Pegel ausreichend ist die Überfahrt zur geistigen Dimension. Im Klartext: wenn wir die unerwünschten Einflüsse mit ihren Ursprüngen in Verbindung wahrnehmen und Abschiedsprozesse bewusst durchfühlen, dann kommt die Freiheit durch die Heilung der starren Verbindungen.

Zusammenfassend halte ich es für sinn-voll und heilsam, wenn wir Deutschen uns ohne Schuldgefühle stark machen - für uns, für unsere Kinder, für unser Vaterland. Jeder, der die vielseitigen Aspekte und philosophischen Ansätze für sich selbst verarbeitet und auch den Tod des Menschen Adolf mit einem neuen Gefühl anschauen kann, der gewinnt sein Unabhängigkeit von der gesellschaftlichen Meinung. Souveränität und der Weg des inneren Lebenskünstlers sind dann als Abenteuer wundervolle Werte, die wir für uns und unsere Mitmenschen als Werte wieder entdecken.

Natürlich stehen auch die anderen Elemente für tiefgreifende Heilung zur Verfügung. Das Walpurgisfeuer klärt und heilt die Themen der Zeit. Ein Neuanfang wie der Phoenix aus der Asche folgt bei solch kraftvollen Ritualen unweigerlich. Wobei die sich entfaltenden Projekte und die Hoffnung vor allem auch für die jungen Menschen neue Möglichkeiten bieten. Deshalb stelle ich mein Wirken und auch diesen Artikel in den Dienst der Kinder. GLÜCK & SEGEN AUF ALLEN WEGEN - zum Kindertag!

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